Übersicht, Galerien und Museen

Martin Kippenberger @ KUNSTFORUM WIEN

Was fällt mir zu Kippenberger ein? Wort-Witz und Bild-Darstellung. Martin Kippenberger ist gewaltig und bringt mit gestischer, ausdrucksstarker und konkreter Geste gesellschaftliche und selbst-reflexive Themen auf den Punkt. Endlich ist er auch in Wien zu sehen. Das Bank Austria Kunstforum Wien widmet ihm, nach großen Retrospektiven in der Tate London, dem MoMa New York und dem Hamburger Bahnhof in Berlin, eine Einzelausstellung zum Medium „Sprache“ in seinem Werk.

Sprichwörter, Phrasen und Kürzel – Kippenberger spielt mit dem Text. Witz und Humor treiben noch so schwere Themen mit einer unnachgiebigen Leichtigkeit voran. Sein umfangreiches und sehr komplexes Werk, das Malerei, Zeichnung, Objekte, Text und Schrift, Fotografie, Installation und Performance vereint, nimmt sich, den Kunstmarkt und den Beruf des Künstlers nicht immer allzu ernst. Das spürt man auch in dieser Ausstellung. Die dicht und konzentriert gehängte Werkauswahl löst sich im Hauptraum auf. Eingelassene, weiße Leinwände täuschen den Besucher. Der Raum lädt nicht zum Durchatmen ein, sondern zum konzentrierten Sehen, Lesen und Suchen. Was hier steht, lässt sich erstmals nur erahnen. Wen nimmt Kippenberger hier wieder auf die Schippe? Welcher Text verbirgt sich darauf, wen bezieht er ein? Die Ausstellung löst viele dieser Fragen, aber gewiss nicht alle.

Martin Kippenberger. Ausstellungsansicht. Kunstforum Wien. Foto: Elsa Klar

Martin Kippenberger. Ausstellung im Kunstforum Wien. Foto: Elsa Klar

Sprache als Medium

Sprache ist ein starkes Medium in seinen Arbeiten und ergänzt sein Werk, das mit einem ungetrübten Gespür für Aufdeckung, Zeitgeschehen und Geschichte arbeitet. Viele Ebenen laden den Betrachter ein, Querverbindungen zu Künstlerfreunden, Vorbildern, Historie oder Politik herzustellen. Kein Thema bleibt bei Martin Kippenberger verschont,  schon gar nicht er selbst. Selbstwahrnehmung und -darstellung sind ebenfalls exzessive Schwerpunkte in seinen Arbeiten, gleichzusetzen mit seinem Lebensstil selbst. Kippenberger meinte dazu 1994: „Es wird nicht mehr einfach stumpf gemalt, sondern erklärt, geforscht, dargestellt. Das ist es, was ein Künstler verstehen muss!“

Detail Ausstellungsansicht "Jetzt geh ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald"

Detail „Jetzt geh ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald“. Foto: Elsa Klar

Martin Kippenberger, Zuerst die Füße, 1990, Sammlung Stolitzka, Graz. Foto: Elsa Klar

Martin Kippenberger, Zuerst die Füße, 1990, Sammlung Stolitzka, Graz. Foto: Elsa Klar

Schonungslos, gewaltig und ausgewählt – Martin Kippenberger und sein Oeuvre aus Bild, Text und Sprache sehen Sie bis zum 27. 11. 2016 im Bank Austria KunstforumFreyung 8, 1010 Wien.

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Beruf und Berufung, Kunst und Markt, Leben und Lifestyle

#2: Kunst und Erfolg – Ursache und Wirkung

Willkommen zum zweiten Kunst und Erfolg-Beitrag! Wie versprochen geht um das Thema „Alles hat einen Sinn“ und Erkenntnisgewinnung. Eine konkrete Ausrichtung hin zu einem Selbst-Verständnis von Kunst als erfolgreicher Beruf ist hierfür der erste Schritt.

Sinn verstehe ich in diesem Zusammenhang als die Abfolge von Ursache und Wirkung. Weiter gedacht, wie kann es sein, dass zwei Menschen, die ident aufgewachsen, die gleiche Schulbildung genossen und vielleicht noch erfolgreich ein Studium hinter sich gebracht haben, nun unterschiedliche Erfolge und Karrieren verzeichnen?

Kunst und Erfolg_Karriere

Ein wesentliches Merkmal erfolgreicher Menschen ist deren zielgerichteter Einsatz ihrer persönlichen Fähigkeiten und Talente.

Was heißt das jetzt für Sie? Fragen Sie sich, ob Sie Ihre wahren Stärken und Talente kennen und wie Sie diese einsetzen? Demnach ist es essentiell, sich mit seiner Persönlichkeit, seinem Stärken- und Schwächenprofil und seinen persönlichen Erfolgsmerkmalen auseinanderzusetzen. Dazu gibt es verschiedenste Wege und Angebote. Es gibt klassische Gesprächstherapien und Coachings, die viele neue Wege und Lösungen ermöglichen. Manche Ursachen sitzen aber viel tiefer und versteckter im eigene System fest. Ich spreche hier von Familienstrukturen und/oder Glaubenssätzen. Hier können auch Familienaufstellungen wichtige Erfolge bringen. Lösen Sie so viel, wie es für Sie am Anfang gut und angenehm ist, um den Grundstein erfolgreicher Wirkungen zu setzen, denn neue Ursachen können Sie jederzeit legen!

Erfolg ist persönlich

Warum spreche ich hier vorwiegend von psychologischen, systemischen und auch spirituellen Ansätzen? Es geht nicht ausschließlich um äußere Rahmenbedingungen (Technische Fähigkeiten, Bildung,…), sondern zu einem großen Anteil um das eigene Verständnis von Erfolg. Viele Bücher über „Erfolg“ machen falsche Hoffnungen und vermitteln den Eindruck, dass sich alleine durch „Wünschen und Glauben“ der erträumte Erfolg einstellt. Dass neben Durchhaltevermögen, harter Arbeit und entsprechender Kompetenz in seinem Fach die Persönlichkeit und unbewusste/unterbewusste Programme Sie wesentlich in Ihrem Handeln und Entscheiden beeinflussen, wird manchmal ausgeklammert oder nur oberflächlich angeschnitten. Denn erfolgreiche KünstlerInnen wurden selten über Nacht zum Star, träumten sich in die eigene Ausstellung oder erdachten sich die bezahlten Honorare. Sie alle haben eines gemeinsam: Diese Menschen steckten viel Energie in ihre persönliche Weiter-Entwicklung, durchlebten Niederlagen, trafen mutige Entscheidungen (im ersten Teil sprach ich über das Prinzip des Sich-in-Bewegung-Setzens), entwickelten Strategien und richteten sich immer voll und ganz auf den persönlichen Erfolg aus.

Aus dem Leben

Sie bekommen eine Nachricht von einem guten Freund mit folgendem Inhalt: „Ich habe einen spannenden Kunst-Auftrag für dich.“ Woran denken Sie bei diesem Satz?

Vielleicht an ein Auftragswerk, an einen Kurs, einen Vortrag, oder ein Gutachten…es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Also was machen Sie, Sie fragen nach! Ihr Freund führt schließlich weiter aus, dass er einen Interessenten kenne, der eine Einführung in Kunst-Techniken suche. Dabei dachte der Bekannte an Sie. Wie fühlen Sie sich, was sagen Sie darauf? Mit Ihrer Antwort setzen Sie nämlich weitere Weichen, die zeigen, wie Sie sich und Ihren Job als KünstlerIn verstehen.

A: Ja das freut mich sehr, ich mache das sehr gerne. Wann soll das stattfinden? Gib mir einfach Bescheid!
B: Was genau sucht er? In folgenden Techniken bin ich sicher. Ich stelle ein Programm zusammen und der Preis richtet sich nach den individuellen Inhalten.

Wählen Sie A, zeigt es, dass Sie sich und Ihren Wert zum einen nicht kennen und Ihre Arbeit schlussendlich auch nicht gut verkaufen. Es erweckt den Eindruck der Liebhaberei – Kunst mache man ohnehin gerne und müsse demnach nicht entgolten werden. Falsch! Sie haben dafür gearbeitet, studiert, experimentiert und Ihre Zeit und Arbeit ist es wert, monetär honoriert zu werden. Bedenken Sie, dass es auch notwendig ist, den Energieaustausch Wissen – Geld aufrechtzuerhalten, indem Sie sich diesen Platz auch selbst eingestehen. Verlassen Sie den Pfad der Unsicherheit und Zweifel, indem Sie sich mit Anmerkungen zufrieden geben, Kunst mache Ihnen ohnehin Freude.

Wählen Sie also B. Zu Beginn wird es sich vielleicht ungewohnt anfühlen, aber mit der Zeit werden Sie sich und Ihren Job als KünstlerIn selbstverständlicher präsentieren. Persönliche Entwicklung führt zu diesem Verständnis und ist eine der Grundlagen, wie ich oben bereits ausführte, die wesentlich zum Erfolg beiträgt!

Vielleicht machten Sie schon solche oder ähnliche Erfahrungen. Entscheident ist wieder, dass Sie sich bereits bewusst gemacht haben, etwas verändern zu wollen. Ich berate Sie auch gerne bei weiteren Strategien, Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung, oder gebe Tipps zu weiterführenden Adressen, wie Sie sich als KünstlerIn besser verstehen und verkaufen können.

Im dritten Teil werde ich über Strategien sprechen. Der KünstlerInnenberuf eröffnet nämlich zahlreiche Möglichkeiten und Chancen. Es gilt hier wie in vielen Dingen, einfach eine Entscheidung für sich zu treffen.

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Übersicht, Galerien und Museen

Simon Mullan @ GALERIE NATHALIE HALGAND

Wer noch nie von Simon Mullan gehört hat, der sollte dies schnellstens ändern. Der 1981 geborene Multimedia-Künstler lebt in London und Berlin und studierte Transmediale Kunst an der Angewandten Wien und Video-Kunst am Royal University College of Fine Art Stockholm. Der Galerie Nathalie Halgand gelang es schließlich den Künstler nach Wien zu holen. DER RAUM ist Teil einer dreiteiligen Ausstellungsserie, die ab September 2016 gemeinsam mit der Sammlung Haubrok unter den Titeln DIE FUGE und DIE FLÄCHE auch als Publikation erscheinen wird.

Back to the roots quasi, denn Mullan stellt nach zehnjähriger internationaler künstlerischer Tätigkeit das erste Mal in Wien aus – und begeistert mich auf Anhieb! Klar und unprätentiös präsentieren sich die Werke auf anthrazitgrau gestrichenen Wänden. Sie sind Teil des Konzepts und sollten an Theoretiker wie Adorno und Wittgenstein erinnern, deren Farbenlehren in Mullans Display mit eingreifen. Der Künstler selbst wählte Mittelgrau aus, um […] dem Besucher Konzentration und Besinnung ab(zu)verlangen […]. Ein interessanter Spannungsbogen, dem ich näher nachgehen möchte.

Am Eröffnungstag ließ ich mich überraschen und las bewusst wenig über sein Konzept und den Inhalt der Werke. Die Wandfarbe fiel mir auf, ich nahm sie wahr, ließ sie aber im Hintergrund auf mich wirken. Ruhe stellte sich ein, fast meditativ blickte ich auf die strengen, glatten Fliesenoberflächen, die filigranen Raumteiler und changierenden Textil-Wandbilder. Mullans Konzept funktioniert und spielt mit der Wahrnehmung des Betrachters. Subtil baut er herkömmliche Baumaterialien ein und kombiniert sie mit Werken, die offensichtlich von Künstlerhand erschaffen wurden. Seine Kunst lebt von der Verschränkung. Hier verbindet sich Handwerk und künstlerisches Konzept zu spannenden, tiefsinnigen Kunstwerken. Durch wahrnehmbare und unbewusste Ebenen erreicht der Künstler höchste Perfektion.

Eine charmante Galeristin und ein modern-progressives Konzept eines Künstlers, dessen Namen man noch oft hören wird!

Die Ausstellung von Simon Mullan ist noch bis 18. Juni in der Galerie Nathalie Halgand, Stiegengasse 2/3 (Mezzanin), 1060 Vienna, Austria zu sehen.

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brooklyn
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Galerien in Brooklyn

Ich habe Ihnen versprochen, im Folgepost näher auf die aktuell pulsierende Kunstszene in Brooklyn einzugehen. Mitte März war ich in New York und habe mir neben Manhatten auch einige Studios und Spaces über dem East River angesehen. Neben Williamsburg siedeln sich in Bushwick und Red Hook immer mehr Kunstschaffende und Kreative an. Während Manhattan einem Hochglanz-Magazin gleicht, ticken die Uhren hier langsamer und das Umfeld wirkt rauer. Und dennoch, der Life-Style ist unverkennbar und wichtige Namen sollte man nicht verpassen, denn die Kunstwelt experimentiert und befindet sich hier auf der Überholspur!

Wen sollte man also jetzt schon kennen, was sagt die Szene vor Ort und welche Gründe sprechen für Brooklyn? Folgen Sie mir!

Galerien: Now!

Das all-bekannte Phänomen der Gentrifizierung heißt hier „Brooklyfication. Auf Vegan-Snack-Bars, Vintage-Cafés, Retro-Chic, Barber-Shops, Cafe Latte, Karo-Hemden und Tattoos folgen höhere Mietpreise und allgemein steigende Kosten für den Life-Style. Dennoch liegen wir hier noch immer weit unter den Preisen, die man in Manhattan zu berappen hat.

brooklyn

art, life-style and culture in brooklyn / ek

Kreative fordern ihren Platz und finden in auch – in Bushwick oder weiter raus Richtung Ditmas Park, Sunset Park oder Ridgewood. Viele Teile sind schlecht mit öffentlichen Mitteln erreichbar – Vorteil und Nachteil zugleich! Immobilien-Spekulanten halten sich zurück, die experimentierfreudige Kunstszene blüht auf und Galeristen und Künstler haben ihre ganz eigene Meinung dazu:

„Wer hierher kommt, der nimmt den Weg auf sich, bleibt eine Weile und ist wirklich an der Kunst interessiert.“ So dienen Off-Spaces und übernommene Stadthäuser als Atelier, Ausstellungsflächen und Kreativ-Laboratorien. „In Brooklyn kann man Ideen entwickeln und ausprobieren. Hier fühlt man sich freier!“

Self-made Künstler-Karrieren wie Mike PerryCaledonia Curry und Kimia Ferdowsi Kline, spannende Erfolgsstories wie The Still House Group und Signal und Galeristen wie James GriffinAnna Kustera oder Studio 10 unter der Leitung von Larry Greenberg finden sich im Brooklyn zusammen. Und ich bin mir sicher, es kommen noch viele tolle, neue Geschichten, über die es sich lohnen wird zu berichten!

Wer, Was, Wo in Brooklyn

Stephanie Theodore, Gründerin und Leiterin von THEODORE:Art
Tom Weinrich, Gründer, Jamie Sterns, Partner und Direktor von Interstate
Lori Kirkbride und Nao Matsumoto, Co-Gründer und Direktoren von Lorimoto
Lawrence Greenberg, Gründer und Annelie McGavin, Direktorin, von Studio 10

Bushwick Open Studios
Gowanus Open Studios
Greenpoint Open Studios

Das Brooklyn Museum – zweitgrößtes Museum der Stadt – zeigt immer wieder Künstler aus den Vierteln.

Wer nach einem „artsy day“ Lust auf Drinks, Burger und anderes bekommt, geht zum Beispiel hierher: Sunny’s Bar, Red Hook Lobster PoundThe Good Fork oder Five Leaves.

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lehmann maupin gallery
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Galerien in New York

Wo findet man hunderte Galerien auf einem Fleck? Richtig, in New York! Manhatten ist der ewige Melting Pot, wenn es um große Summen, große Ausstellungen und große Namen geht. Gegenden in Brooklyn lösen den Platzhirschen gerade ab. Ein Shortcut!

Show, See, Sell!

Die Big Names der Szene findet man in Midtown, Chelsea und Soho. Gagosian, David Zwirner und Hauser & Wirth sind nur einige wenige bekannte Namen und die Liste ließe sich ewig weiterführen. Während Top-Player sich vorwiegend im Kunsthandel bewegen und dabei ausschließlich etablierte Positionen verkaufen, gibt es gerade eine Gegenbewegung, die sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet. Die hippe New Yorker Galerien-Szene befindet sich im Wandel und seit einiger Zeit rückt die Gegend um Brooklyn – allen voran Williamsburg, Red Hook und Bushwick – mehr und mehr ins Kenner-Blickfeld. Neben der Lower East Side ist sie derzeit eine der interessantesten Gegenden für junge, zeitgenössische Kunstpositionen und Galerien.

Chelsea

An einem Aufgang zur High Line liegt die Claire Oliver Gallery. Sie wird seit 1992 von Claire Oliver und ihrem Mann betrieben. Über drei Geschosse mit Holztreppe und Backsteinrückwand zeigt die Galerie im Wechsel aktuell 14 KünstlerInnen-Positionen, darunter auch den Österreicher Norbert Brunner. International ausgerichtet, konzentriert sie sich nach wie vor auf den Primärmarkt und baut junge und mid-career KünstlerInnen auf. Ihr Engagement hat viele ihrer Namen in wichtige Sammlungen, wie The Smithsonian American Art Museum, The Tate Modern ins Metropolitan Museum of Art oder ins MoMA, New York gebracht. Claire Oliver Gallery KünstlerInnen arbeiten in und mit unterschiedlichsten Medien, gemeinsam haben sie aber alle eine Balance zwischen Konzept und Ästhetik. Da sage ich nur chapeau!

Chelsea & Lower East Side

Die Lehmann Maupin Gallery gehört mittlerweile zu den Großen der New Yorker Kunstszene. 1996 gegründet, zeigen Rachel Lehmann und David Maupin in Chelsea, der Lower East Side in New York und in Hongkong ihr breites Spektrum an KünstlerInnen unterschiedlichster Disziplinen. Unter anderem hatten Tracy Emin oder Juergen Teller die erste NY-Solo-Ausstellung hier. Unter den 30 weiteren KünstlerInnen finden wir wieder einen Österreicher. Erwin Wurm ist mit seinen One Minute Sculptures und Objekten dabei.

Kunst wird in Chelsea in einem  „flexiblen“ White Cube gezeigt. Der zweite Standort mit Industrial-Flair passt zur Gegend. Geboten bekommt man „big names“, mitunter auch junge KünstlerInnen. Die Galerie zeigt sich erwachsen und clean, also warum nicht einen Blick hineinwerfen!

Soho

In einem ehemaligen Geschäftslokal in der Grant Street finden wir Recess. Man wird neugierig, denn in dem knapp 100m2 großen Raum mit einer wunderschönen, gekachelten Stuckdecke, befindet sich eine Art „Baustelle“. Ist das Kunst? Vielleicht wird aber auch gerade für die nächste Ausstellung umgebaut? Man weiß es nicht genau und erkundigt sich bei einer freundlichen Mitarbeiterin. Sie hält Rede und Antwort und erklärt, worum es hier geht.

Recess präsentiert ausschließlich junge, aufstrebende KünstlerInnen und lässt direkt in deren kreative Arbeit blicken. Wie das geht? In Zeitintervallen von immer zwei Monaten entstehen eigens für diese Ausstellung eingereichte Arbeiten. KünstlerInnen bauen, vervollständigen oder kreieren vor Ort. das Publikum sieht den Fortschritt und wird gleichzeitig Teil des Prozesses. Recess schließt damit eine Lücke zwischen „privatem“ Künstleratelier und dem etablierten Galeriemarkt. Jung, innovativ und absolut sympathisch – Es lohnt sich! Und wer gerade nicht in New York ist, kann sich über Instagram, Flickr oder Facebook weiter informieren.

Midtown

Paris, London, New York – das klingt nach dem ganz Großen. Die 1977 gegründete Marian Goodman Gallery betreibt in diesen wichtigen Städten Dependancen. Eine davon befindet sich in der 57th St. in New York. Versteckt in einem Galerien-Hochhaus fährt man mit dem Lift ins oberste Stockwerk und betritt einen lichtdurchfluteten White Cube. Ein schmaler Verbindungsgang führt zu einer zweiten Ausstellungsfläche. Schlicht, dezent aber dennoch imposant und authentisch. Die stolze Zahl von 44 KünstlerInnen, die im Programm gelistet sind, zeigen u.a. Namen wie Jeff Wall, Gerhard Richter, Annette Messager oder Dan Graham. Die Galerie spielte für viele, nunmehr etablierte, europäische KünstlerInnen eine entscheidende Rolle, im amerikanischen Raum Fuß zu fassen.

Gespannt, wie es in der Kunstszene in Brooklyn aussieht? Alles dazu erfahren Sie im kommenden Artikel!

art galleries, brooklyn

kunst & galerien in brooklyn. pic by art magazin, april 2016

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